NIRA Dynamics tritt Pro Mobilität bei
„Wir freuen uns, NIRA Dynamics als neues Mitglied bei Pro Mobilität begrüßen zu können. Die Modernisierung der Straßeninfrastruktur ist eine gemeinsame Aufgabe von Politik, Verwaltung und Wirtschaft. Dabei gewinnt auch die Frage an Bedeutung, wie der Zustand des Netzes verlässlicher erfasst und Erhaltungsbedarf früher erkannt werden kann. NIRA Dynamics bringt dazu fundierte Erfahrung aus der digitalen Zustandserfassung ein. Das ist ein wertvoller Beitrag für den fachlichen Austausch in unserem Verband“, erklärt Dr. Hans-Peter Friedrich, Präsident von Pro Mobilität, zum Beitritt.
NIRA Dynamics ist ein schwedisches Softwareunternehmen mit Sitz in Linköping und Teil des Volkswagen Konzerns. Die Software des Unternehmens ist weltweit in über 130 Millionen Fahrzeugen im Einsatz. Seit der Gründung im Jahr 2001 entwickelt NIRA Dynamics Softwarelösungen für die Automobilindustrie und den Bereich Straßeninfrastruktur. Grundlage der Anwendungen ist die Nutzung vorhandener Fahrzeugsensorik: ohne zusätzliche Hardware entstehen daraus Informationen zu Fahrzeug, Reifen und Fahrbahnzustand. Zum Portfolio gehören unter anderem Lösungen für Reifendruckkontrolle, Straßenzustandserfassung, Griffigkeitsinformationen und sicherheits-relevante Ereignisse im Straßenraum.
Lisa Åbom, CEO NIRA Dynamics AB, zum Beitritt: "NIRA Dynamics freut sich, Mitglied von Pro Mobilität zu werden und den Dialog darüber mitzugestalten, wie Deutschland sein Straßennetz sicherer, resilienter und leistungsfähiger entwickeln kann. Vernetzte Fahrzeuge liefern kontinuierliche und objektive Erkenntnisse zu Straßenzustand, Griffigkeit und sicherheitskritischen Ereignissen im gesamten Netz. Wir möchten dazu beitragen, diese Daten in praxistaugliches Wissen für Politik, Straßenbaubehörden und Infrastrukturbetreiber zu übersetzen, als Grundlage für frühzeitigere Erhaltungsmaßnahmen, einen effizienteren Mitteleinsatz und gezieltere Sicherheitsmaßnahmen. Über Pro Mobilität wollen wir mit Partnern aus dem gesamten Mobilitätsbereich zusammenarbeiten und unsere Erfahrung in das gemeinsame Ziel „Vision Zero" einbringen."
Pro Mobilität fordert Nachbesserungen beim NatInfG
Pro Mobilität hat zum Referentenentwurf eines Gesetzes zur Stärkung der Natürlichen Infrastruktur und zur Fortentwicklung der naturschutzrechtlichen Eingriffsregelung (NatInfG) Stellung genommen. Der Entwurf enthält sinnvolle Ansätze, etwa zur flexibleren Umsetzung von Kompensationsmaßnahmen, zur Nutzung bevorrateter Maßnahmen und zur Vereinheitlichung naturschutzrechtlicher Prüfungen.
Kritisch bewertet Pro Mobilität insbesondere das neue überragende öffentliche Interesse für bestimmte Naturbelange, die weit gefasste Flächenkulisse der „Natürlichen Infrastruktur“ sowie die vorgesehenen Aufschläge auf den biotopwertbezogenen Kompensationsbedarf und auf Ersatzzahlungen. Bei Maßnahmen im bestehenden Straßennetz, standortgebundener betrieblicher Infrastruktur und der Gewinnung heimischer mineralischer Rohstoffe bestehen häufig keine realistischen räumlichen Alternativen. Zusätzliche Aufschläge entfalten hier keine Lenkungswirkung, sondern erhöhen Kosten und Genehmigungsrisiken.
Pro Mobilität fordert deshalb eine rechtssichere Kollisionsregelung, klare Ausnahmen für räumlich gebundene Vorhaben sowie eine eindeutige, öffentlich zugängliche und georeferenzierte Abgrenzung der betroffenen Flächen. Das NatInfG muss die Beschleunigungswirkung des Infrastruktur-Zukunftsgesetzes ergänzen und darf notwendige Modernisierungsmaßnahmen an Straßen und Brücken nicht erneut erschweren.
Wegweiser 2030
Eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur ist das Fundament für Mobilität, wirtschaftlichen Erfolg und gesellschaftliche Teilhabe. Deutschland als führender Wirtschaftsstandort in Europa ist auf ein funktionierendes Verkehrsnetz angewiesen. Doch seit Jahren beobachten wir eine besorgniserregende Entwicklung: Der Zustand unserer Straßen und Brücken hat sich deutlich verschlechtert, Planungs- und Genehmigungsverfahren dauern zu lange und dringend notwendige Investitionen bleiben hinter dem tatsächlichen Bedarf zurück. Die Folge sind zunehmende Engpässe, steigende Kosten für Unternehmen und Einschränkungen für Bürgerinnen und Bürger.
Eine zukunftsfähige Verkehrspolitik muss diesen Herausforderungen mit klaren Prioritäten begegnen. Es ist an der Zeit, die volkswirtschaftliche Bedeutung des jetzigen und zukünftigen Hauptverkehrsträgers Straße stärker als bisher anzuerkennen und entschlossen zu handeln. Eine moderne, sichere und leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur ist kein Selbstzweck – sie ist eine zentrale Voraussetzung für eine funktionierende Wirtschaft, verlässliche Lieferketten und zur Erfüllung der individuellen Mobilitätsbedürfnisse der Bevölkerung in der Stadt und auf dem Land.
Die aktuelle Positionsbroschüre Wegweiser 2030 gibt konkrete Handlungsempfehlungen für die 21. Legislaturperiode des Deutschen Bundestages.
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Nehmen Sie Kontakt mit uns auf:
Pro Mobilität - Initiative für Verkehrsinfrastruktur e. V.
Friedrichstraße 133
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Telefon: +49 (0) 30 22488412
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E-Mail: info(at)promobilitaet.de
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