Pro Mobilität fordert Nachbesserungen beim NatInfG
Pro Mobilität hat zum Referentenentwurf eines Gesetzes zur Stärkung der Natürlichen Infrastruktur und zur Fortentwicklung der naturschutzrechtlichen Eingriffsregelung (NatInfG) Stellung genommen. Der Entwurf enthält sinnvolle Ansätze, etwa zur flexibleren Umsetzung von Kompensationsmaßnahmen, zur Nutzung bevorrateter Maßnahmen und zur Vereinheitlichung naturschutzrechtlicher Prüfungen.
Kritisch bewertet Pro Mobilität insbesondere das neue überragende öffentliche Interesse für bestimmte Naturbelange, die weit gefasste Flächenkulisse der „Natürlichen Infrastruktur“ sowie die vorgesehenen Aufschläge auf den biotopwertbezogenen Kompensationsbedarf und auf Ersatzzahlungen. Bei Maßnahmen im bestehenden Straßennetz, standortgebundener betrieblicher Infrastruktur und der Gewinnung heimischer mineralischer Rohstoffe bestehen häufig keine realistischen räumlichen Alternativen. Zusätzliche Aufschläge entfalten hier keine Lenkungswirkung, sondern erhöhen Kosten und Genehmigungsrisiken.
Pro Mobilität fordert deshalb eine rechtssichere Kollisionsregelung, klare Ausnahmen für räumlich gebundene Vorhaben sowie eine eindeutige, öffentlich zugängliche und georeferenzierte Abgrenzung der betroffenen Flächen. Das NatInfG muss die Beschleunigungswirkung des Infrastruktur-Zukunftsgesetzes ergänzen und darf notwendige Modernisierungsmaßnahmen an Straßen und Brücken nicht erneut erschweren.
Wegweiser 2030
Eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur ist das Fundament für Mobilität, wirtschaftlichen Erfolg und gesellschaftliche Teilhabe. Deutschland als führender Wirtschaftsstandort in Europa ist auf ein funktionierendes Verkehrsnetz angewiesen. Doch seit Jahren beobachten wir eine besorgniserregende Entwicklung: Der Zustand unserer Straßen und Brücken hat sich deutlich verschlechtert, Planungs- und Genehmigungsverfahren dauern zu lange und dringend notwendige Investitionen bleiben hinter dem tatsächlichen Bedarf zurück. Die Folge sind zunehmende Engpässe, steigende Kosten für Unternehmen und Einschränkungen für Bürgerinnen und Bürger.
Eine zukunftsfähige Verkehrspolitik muss diesen Herausforderungen mit klaren Prioritäten begegnen. Es ist an der Zeit, die volkswirtschaftliche Bedeutung des jetzigen und zukünftigen Hauptverkehrsträgers Straße stärker als bisher anzuerkennen und entschlossen zu handeln. Eine moderne, sichere und leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur ist kein Selbstzweck – sie ist eine zentrale Voraussetzung für eine funktionierende Wirtschaft, verlässliche Lieferketten und zur Erfüllung der individuellen Mobilitätsbedürfnisse der Bevölkerung in der Stadt und auf dem Land.
Die aktuelle Positionsbroschüre Wegweiser 2030 gibt konkrete Handlungsempfehlungen für die 21. Legislaturperiode des Deutschen Bundestages.
Kontakt
Nehmen Sie Kontakt mit uns auf:
Pro Mobilität - Initiative für Verkehrsinfrastruktur e. V.
Friedrichstraße 133
10117 Berlin
Telefon: +49 (0) 30 22488412
Telefax: +49 (0) 30 22488414
E-Mail: info(at)promobilitaet.de
Kontakt
Nehmen Sie Kontakt mit uns auf:
Pro Mobilität - Initiative für Verkehrsinfrastruktur e. V.
Friedrichstraße 133
10117 Berlin
Telefon: +49 (0) 30 22488412
Telefax: +49 (0) 30 22488414
E-Mail: info(at)promobilitaet.de


