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Intelligente Verkehrsbeeinflussung statt generelles Tempolimit

Mit den unveröffentlichten Vorschlägen der Unterarbeitsgruppe der „Nationalen Plattform Zukunft der Mobilität“ ist die Diskussion über eine generelles Tempolimit auf Deutschlands Autobahnen neu entfacht. Pro Mobilität spricht sich entschieden gegen Überlegungen dieser Art aus und plädiert für intelligente und anlassbezogene Verkehrsbeeinflussung.

Die mit der Einführung einer generellen Geschwindigkeitsbegrenzung auf deutschen Autobahnen verbundenen Ziele können nicht erfüllt werden. Ein Blick auf die Fakten verdeutlicht, dass sowohl der Beitrag zur Verkehrssicherheit als auch zum Klimaschutz marginal wären. Autobahnen sind die sichersten Straßen Deutschlands, weshalb der Handlungsbedarf hinsichtlich der Verkehrssicherheit im nachgeordneten Netz der Bundes-, Landes-, Kreis- und Gemeindestraßen liegt. Zudem betrüge die CO2-Einsparung bei einem 120 km/h-Limit laut Umweltbundesamt lediglich 0,3% der gesamten deutschen Co2-Emmissionen, bei 130 km/h ´wäre gar kein positiver Effekt zu beobachten.

Starre Tempolimits, die niedrige Geschwindigkeiten auch auf freien Autobahnstrecken bei guten Wetterverhältnissen vorschreiben, passen nicht in das Zeitalter der Digitalisierung. Situationsangepasste Tempolimits durch elektronische Wechselverkehrszeichen erfahren erstens mehr Akzeptanz durch die Bevölkerung und werden zweitens den verkehrlichen Anforderungen auch besser gerecht. Zudem kann ein bedarfsgerechter Infrastrukturausbau für weniger Stau oder stop-and-go Verkehre im deutschen Autobahnnetz sorgen und damit einen wesentlich größeren Beitrag zur Co2-Minderung leisten.