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Vernetzte Mobilität

Mobilität verändert sich, sie wird von Grund auf neu gestaltet. Noch nie gab es eine schnellere Entwicklung in den Fahrzeug- und Mobilitätskonzepten. Die Straßeninfrastruktur wird zukünftig nicht nur auslanglebigen und mängelfreien Fahrbahnen und Brücken bestehen, sondern sie wird ihre Nutzer in Echtzeit mit Informationen versorgen, Daten für automatisierte Fahrzeuge zur Verfügung stellen und Verkehrsteilnehmer miteinander vernetzen.

Unser Ziel ist es, an der Modernisierung der Infrastruktur für mehr Effizienz, Sicherheit und Umweltschutz aktiv mitzuwirken.

Dafür setzt sich Pro Mobilität mit seinen Mitgliedern im Dialog mit Wissenschaft, Politik und Wirtschaft ein.
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Studentenwettbewerb "Zukunft Straße 2030+" zurück

Sonderpreis für technische Innovation

Der Wasserläufer

Laudatio

Der hier auszuzeichnende Beitrag befasst sich nicht im engeren Sinne mit der Infrastruktur Straße und ihrer Nutzung. Er weist aber Bezüge dazu auf und ist geprägt von einem hohen Maß an Innovation. Deshalb haben wir angeregt, hier einen Sonderpreis zu vergeben, der ursprünglich nicht vorgesehen war.

(Die Animation wurde bei der Preisverleihung live kommentiert, ist hier also ohne Ton - weitere Infos zum Projekt in der am Ende des Textes beigefügten Datei) 

Die Autoren schlagen einen neuen Ansatz zur städtischen Güterversorgung vor. Viele Städte verfügen über ein Wasserstraßennetz, das freie Kapazitätsreserven hat. Es bietet aber wenige Umschlagpunkte für Güter. Dieses Problem soll durch ein variabel einsetzbares Kleintransport- und Verladeboot gelöst werden. Es ist als Katamaran konzipiert und kann mehrere Lademodule zu größeren Einheiten verknüpfen. Über einen Hydraulikarm lassen sich an vielen Orten Paletten aufnehmen und absetzen. Der Vorschlag ist im Hinblick auf die Gestaltung des Bootes konsequent auf Erfordernisse der Nutzer ausgerichtet und in dieser Hinsicht sehr detailliert ausgearbeitet.

Den „Sonderpreis für technische Innovation“, der mit 300 Euro dotiert ist, erhält der Beitrag "Der Wasserläufer - Kleintransport- und Verladeboot für das innerstädtische Wassernetz"

Preisträger: Alexander Schubert, Gregor Steblau, Martin Wierschke, Forschungsprojekt (STADT.MOBIL) des Studienganges Produktdesign der Fachhochschule Potsdam (FHP)

Auszug aus der Management Summary des Beitrages

Unser Bestreben ist es ein neues System auf die Beine zu stellen, welches nur geringer Investitionskosten in die Infrastruktur bedarf, moderne umweltfreundliche Antrieb benutzt und den vorhanden Platz optimal ausnutzt. 

Vor der Erfindung der Verbrennungsmotoren spielte die Binnenschifffahrt eine entscheidende Rolle in der Versorgung von urbanen Regionen. Mit dem Aufkommen dieser Antriebstechnologie hat die Schifffahrt aber an Bedeutung für die Versorgung verloren. Nachhaltigkeit bedeutet für uns, auf bewährte umweltfreundliche Konzepte zurückzugreifen und aus den Fehlern zu lernen. Die alten Lastkähne auf der Havel oder Spree könnte man durchaus mit modernen Mitteln wiederbeleben. Der Wasserweg ist nicht nur sehr effizient, sondern auch äußerst umweltverträglich. Batteriegewicht und Größe ist nicht so entscheidend, wie bei Landfahrzeugen und mit Verhältnismäßig wenig Energie kann man große Mengen transportieren. Genau das ist nachhaltige Mobilität. Der Wasserläufer ist ein neuer Fahrzeugtyp, der die Transportdienstleistung auf den innerstädtischen Wasserwegen ermöglicht.