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Vernetzte Mobilität

Mobilität verändert sich, sie wird von Grund auf neu gestaltet. Noch nie gab es eine schnellere Entwicklung in den Fahrzeug- und Mobilitätskonzepten. Die Straßeninfrastruktur wird zukünftig nicht nur auslanglebigen und mängelfreien Fahrbahnen und Brücken bestehen, sondern sie wird ihre Nutzer in Echtzeit mit Informationen versorgen, Daten für automatisierte Fahrzeuge zur Verfügung stellen und Verkehrsteilnehmer miteinander vernetzen.

Unser Ziel ist es, an der Modernisierung der Infrastruktur für mehr Effizienz, Sicherheit und Umweltschutz aktiv mitzuwirken.

Dafür setzt sich Pro Mobilität mit seinen Mitgliedern, im Dialog mit Wissenschaft, Politik und Wirtschaft ein.
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10 Jahre Pro Mobilität - Initiative für Verkehrsinfrastruktur e.V. zurück

2. Preis

Gewinnung von Energie aus Straßenbefestigungen

Laudatio

Mehrere Beiträge haben sich mit der Frage befasst, ob aus vorhandenen Straßen nicht-fossile Energie gewonnen werden kann. Der jetzt auszuzeichnende Vorschlag zeigt dazu einen besonders innovativen Ansatz auf. Er regt an, aus dem Temperaturunterschied zwischen verschiedenen Schichten des Fahrbahnaufbaus Strom zu gewinnen. Dazu sollen Halbleiternetze auf zwei Ebenen in die Fahrbahn eingebaut und vertikal miteinander verbunden werden. Der über einen thermoelektrischen Generator produzierte Strom soll in das Netz eingespeist oder zum Betrieb von Verkehrsanlagen genutzt werden.

energie

Die Innovation des Beitrags liegt somit in der Idee, die vorhandene Infrastruktur durch Modifikation mit einem Zweitnutzen zu versehen, der zugleich durch nicht-fossile Stromgewinnung der Nachhaltigkeit dient. Die Ausarbeitung nimmt erste Abschätzungen zur energetischen Ergiebigkeit vor und ist sich dabei auch ihrer Grenzen bewusst. Sie zeigt weiteren Forschungsbedarf auf.

Mit dem zweiten Preis des Wettbewerbs Zukunft Straße wird der Beitrag "Gewinnung von Energie aus Straßenbefestigungen" ausgezeichnet. Er ist mit 2.500 Euro dotiert.

Andreas Koch - 2 Platz beim Studentenwettbewerb "Zukunft Straße 2030+"

Preisträger: Andreas Koch, Universität Siegen, IFS Institut für Straßenwesen.

Auszug aus der Management Summary des Beitrages

Das Konzept soll dazu beitragen, den Straßenbau nachhaltiger zu gestalten, eine höhere Verkehrssicherheit im Straßenverkehr zu generieren, Ressourcen zu schonen und die CO2-Emissionen zu verringern. Mittels Temperaturdifferenz, die zwischen den einzelnen Schichten eines Straßenaufbaus herrschen, und einem Thermoelektrischen Generator (der auf der thermoelektrischen Theorie von Thomas Johann Seebeck beruht), produziert das System Energie. Bei der Herstellung des Straßenaufbaus wird der erste Halbleiter in die Tragschicht und der zweite in die Deckschicht verbaut. Um mit ihnen Strom erzeugen zu können, werden sie miteinander verbunden, sodass ein geschlossener Stromkreis entsteht. Um die vorherrschende Wärme in elektrischen Strom umzuwandeln, kommt der Thermoelektrische Generator zum Einsatz.