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Vernetzte Mobilität

Mobilität verändert sich, sie wird von Grund auf neu gestaltet. Noch nie gab es eine schnellere Entwicklung in den Fahrzeug- und Mobilitätskonzepten. Die Straßeninfrastruktur wird zukünftig nicht nur auslanglebigen und mängelfreien Fahrbahnen und Brücken bestehen, sondern sie wird ihre Nutzer in Echtzeit mit Informationen versorgen, Daten für automatisierte Fahrzeuge zur Verfügung stellen und Verkehrsteilnehmer miteinander vernetzen.

Unser Ziel ist es, an der Modernisierung der Infrastruktur für mehr Effizienz, Sicherheit und Umweltschutz aktiv mitzuwirken.

Dafür setzt sich Pro Mobilität mit seinen Mitgliedern, im Dialog mit Wissenschaft, Politik und Wirtschaft ein.
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Verkehrssysteme zurück

Tragende Rolle der Straße in integriertem Verkehrssystem

Vernetzung weiter stärken

Eine Politik, die Mobilität gewährleisten will, muss alle Verkehrsarten im Blick haben und der tragenden Rolle der Straße in einem integrierten Verkehrssystem Rechnung tragen. Denn das Straßennetz ist von herausragender Bedeutung für die Mobilität von Menschen und Gütern in Stadt und Land. 70 Prozent des Güterverkehrs und mehr als 85 Prozent des Personenverkehrs werden über Straßen abgewickelt. Die Straße dient dem individuellen und dem öffentlichen Verkehr, dem motorisierten und dem nicht-motorisierten Verkehr. Sie übernimmt Zubringer- und Verteilfunktionen für Bahn, Flugzeug und Schiff.

Die Straße ist ein wichtiger Leistungsträger für den Fernverkehr in Deutschland. Autobahnen und Bundesstraßen gewährleisten, sicher und oft auch planbar unterwegs zu sein. Dies gilt für den Personenverkehr und noch im stärkeren Maße für den Güterverkehr. Dort, wo Verkehrsströme über längere Entfernungen gebündelt auftreten, haben Bahn und Binnenschiff ihre Stärken. Das wird zum Beispiel im Verkehr zwischen den Werken deutscher Automobilhersteller deutlich. Geht es jedoch um eine schnelle und flexible Erreichbarkeit von Orten in der Fläche, kommen die Vorteile des Straßengüterverkehrs zum Tragen. So verlassen rund 60 Prozent der Container die deutschen Seehäfen per Lkw, weil viele Güter in den umliegenden Regionen weiterverarbeitet werden. Auch im internationalen Verkehr kommt der Lkw oft zum Zuge, wenn die grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Bahnen hakt. Dass Kooperation in den Logistikketten eine gute Zukunft hat, zeigen alle Verkehrsträger im kominierten Verkehr.

In der kommunalen Mobilität ist die Rolle der Straße noch bedeutsamer. Fußgänger und Radfahrer sind hier ebenso unterwegs, wie die Nutzer von Pkw, Motorrad, Bus und Lkw. Straßen sind der Garant für Mobilität in Stadt und Land. In Mittel- und Kleinstädten sowie in ländlichen Regionen gibt es kaum Alternativen zum privaten und öffentlichen Verkehr auf den Straßen. Diese Tendenz wird sich noch verstärken, denn der demografische Wandel führt zu Bevölkerungsverschiebungen in die Ballungsräume und macht in dünn besiedelten Regionen flexible Strukturen für geringe Nutzerzahlen erforderlich. Dies kommt straßengebundenen Systemen wie Anrufbussen oder Sammeltaxen entgegen. 

In den Großstädten werden S- und U-Bahnen dauerhaft große Anteile am Modal-Split haben. Doch auch sie brauchen die Vernetzung mit dem Bus und eine gute Erreichbarkeit auf Straßen für den Pkw- und Zweiradverkehr. Der wachsende Radverkehr, verstärkt durch das Aufkommen der Pedelecs, braucht geeignte Infrastrukturen. Das die Ver- und Entsorgung der Städte am Lkw nicht vorbeikommt, versteht sich von selbst.

Erreichbarkeit ist für Menschen und Unternehmen von zentraler Bedeutung. Straßen sichern flächendeckende Erreichbarkeit. Zusammen mit den anderen Verkehrsinfrastrukturen bilden sie ein tragfähiges Netz für den Verkehr in Deutschland und Europa.

Pro Mobilität unterstützt die engere Vernetzung der Verkehrswege, die Stärkung ihrer Knoten und eine gute Zusammenarbeit der Verkehrsträger. Ein besseres Angebot für die Kunden ist ein Beitrag zu mehr Lebensqualität, mehr Wettbewerbsfähigkeit, mehr Effizienz und mehr Nachhaltigkeit im Verkehr.