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Vernetzte Mobilität

Mobilität verändert sich, sie wird von Grund auf neu gestaltet. Noch nie gab es eine schnellere Entwicklung in den Fahrzeug- und Mobilitätskonzepten. Die Straßeninfrastruktur wird zukünftig nicht nur auslanglebigen und mängelfreien Fahrbahnen und Brücken bestehen, sondern sie wird ihre Nutzer in Echtzeit mit Informationen versorgen, Daten für automatisierte Fahrzeuge zur Verfügung stellen und Verkehrsteilnehmer miteinander vernetzen.

Unser Ziel ist es, an der Modernisierung der Infrastruktur für mehr Effizienz, Sicherheit und Umweltschutz aktiv mitzuwirken.

Dafür setzt sich Pro Mobilität mit seinen Mitgliedern, im Dialog mit Wissenschaft, Politik und Wirtschaft ein.
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Verkehrssicherheit zurück

Mehr Verkehrssicherheit durch bessere Infrastrukturqualität

60 Prozent der Verkehrstoten verunglücken auf Bundes- und Landstraßen

Die Verkehrssicherheit in Deutschland hat sich im letzten Jahrzehnt enorm verbessert. Doch noch immer lassen sich viele Unfälle vermeiden und damit Menschenleben retten. Neben dem Verhalten der Verkehrsteilnehmer und der Fahrzeugtechnik ist die Infrastrukturqualität ein wichtiges Handlungsfeld für mehr Verkehrssicherheit. 

Das gilt für alle Teile des Straßennetzes, von den Innerortsstraßen, über die Kreis- und Landstraßen bis hin zu den Autobahnen. Viel ist hier in den letzten Jahren geschehen. So haben sich Audits bewährt, in denen Planung, Bau und Betrieb von Straßen eng begleitet werden,  um neue und vorhandene Strecken im Hinblick auf Verkehrssicherheit kontinuierlich zu optimieren. Doch es gibt noch viel mehr zu tun.

•     Der schlechte Fahrbahnzustand ist auf allen Teilen des Netzes ein erheblicher Risikofaktor für die Verkehrsteilnehmer. Schlaglöcher in Stadtstraßen sind eben nicht nur eine Lärmquelle, sondern auch eine Gefahr für Rad- und Motorradfahrer. Gut erhaltene, griffige Fahrbahnoberflächen verbessern die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer.

•    Das Risiko eines tödlichen Verkehrsunfalls ist auf Bundes- und Landstraßen im Vergleich zu Autobahnen und Innerortsstraßen mit Abstand am höchsten. Das Prinzip der Fehler verzeihenden Infrastruktur muss deshalb insbesondere hier Anwendung finden. Das gilt zum Beispiel für Alleen, auf denen in einigen Bundesländern bis zu 40 Prozent der Verkehrstoten verunglücken. Auch die Sicherheit von Motorradfahrern ist ein wichtiges Handlungsfeld auf Außerortsstraßen. Ein schlechter Fahrbahnzustand ist für diese Gruppe eine erhebliche Gefahr.

•    An Autobahnen bestehen Potenziale für mehr Verkehrssicherheit vor allem durch die Entschärfung von bzw. Warnung vor Gefahrenstellen (Staus, Unfälle) und die Schaffung von Lkw-Stellplätzen.

•    Übergreifend haben die Qualität der Straßenausstattung (Fahrbahnmarkierungen, Beschilderung) wie auch zunehmend die Fahrerassistenzsysteme eine erhebliche Relevanz für mehr Sicherheit.

•    Innovationspotenziale im Bereich der Kommunikation zwischen Fahrzeug und Infrastruktur, die u.a. im weltweit größten Feldversuch simTD im Rhein-Main-Gebiet derzeit erprobt werden, lassen weiteren Fortschritt im Bereich der Verkehrssicherheit erwarten.

•    Um die Öffentlichkeit für die Gefahren an Unfallschwerpunkten zu sensibilisieren, ist mehr Datentransparenz notwendig. Denn bisher ist zwar bekannt, wie unfallträchtig Autobahnstrecken sind und welche Sicherheitspotenziale hier bestehen. Doch nur wenige Bundesländer veröffentlichen Daten zu Unfallschwerpunkten an Bundesstraßen und im nachgeordneten Netz. Das sollte sich ändern.

 Bund, Länder und Kommunen sollten ihrer Verantwortung als Straßenbaulastträger gerecht werden und mehr in eine gute Qualität der Straßen investieren. Sie können dadurch die Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmer erheblich verbessern.