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Vernetzte Mobilität

Mobilität verändert sich, sie wird von Grund auf neu gestaltet. Noch nie gab es eine schnellere Entwicklung in den Fahrzeug- und Mobilitätskonzepten. Die Straßeninfrastruktur wird zukünftig nicht nur auslanglebigen und mängelfreien Fahrbahnen und Brücken bestehen, sondern sie wird ihre Nutzer in Echtzeit mit Informationen versorgen, Daten für automatisierte Fahrzeuge zur Verfügung stellen und Verkehrsteilnehmer miteinander vernetzen.

Unser Ziel ist es, an der Modernisierung der Infrastruktur für mehr Effizienz, Sicherheit und Umweltschutz aktiv mitzuwirken.

Dafür setzt sich Pro Mobilität mit seinen Mitgliedern, im Dialog mit Wissenschaft, Politik und Wirtschaft ein.
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Verkehrsentwicklung zurück

Verkehrsentwicklung übertrifft Prognosen

Wachstum auf der Straße kann von anderen Verkehrsträgern nicht kompensiert werden

70 Prozent des Güterverkehrs und mehr als 85 Prozent des Personenverkehrs werden über Straßen abgewickelt. Die Straße dient dem individuellen und dem öffentlichen Verkehr, dem motorisierten und dem nicht-motorisierten Verkehr. Sie übernimmt Zubringer- und Verteilfunktionen für Bahn, Flugzeug und Schiff.

Langfristige Prognosen lassen erwarten, dass sich an der Arbeitsteilung der Verkehrswege kaum etwas ändern wird. Aus den Verkehrsprognosen und der Umsetzung des Bundesverkehrswegeplans lassen sich mit Blick auf die Straßen folgende Schlussfolgerungen ziehen:

Es ist davon auszugehen, dass der Straßenverkehr die im laufenden Bundesverkehrswegeplan bis 2015 erwartete Verkehrsnachfrage bei Personen erreichen und bei Gütern übersteigen wird. Das Aus- und Neubauprogramm wird dagegen voraussichtlich nur zur Hälfte umgesetzt worden sein.

Für den Zeitraum bis 2025 wird im Personenverkehr auf den Straßen ein moderates Wachstum und für den Güterverkehr ein hohes Wachstum erwartet. Die Lkw-Fahrleistungen nehmen dabei vor allem auf den Hauptachsen des Autobahnnetzes zu. Der Güterverkehr wird den Erweiterungsbedarf des vorhandenen Netzes wie auch die Erhaltungserfordernisse prägen.

Die Verkehrsnachfrage auf den Straßen wird sich in der Zukunft regional unterschiedlich entwickeln. Wirtschaftlich prosperierende Regionen rechnen mit Bevölkerungswachstum und daher mit einer Zunahme des Verkehrs. In anderen Regionen ist bereits heute ein Bevölkerungsrückgang und die Abnahme von Verkehr festzustellen, was dort zu großen Herausforderungen in der Finanzierung der Verkehrswege und des ÖPNV führt.

Eine erhebliche Entlastung der Fernstraßen durch die Bahn ist kaum zu erwarten. Das BMVBS hat dazu in der Bedarfsplanüberprüfung festgestellt, dass selbst nach Fertigstellung aller ausstehenden Bahnprojekte des Bedarfsplans der Lkw-Verkehr im Jahr 2025 nur um zwei Prozent und der Pkw-Verkehr um 0,2 Prozent verringert werden würde. Die Pällmann-Kommission hat schon vor zehn Jahren festgestellt: „Verlagerung ist die Lebenslüge der Verkehrspolitik“.