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Emissionsvergleich im Güterverkehr zurück

Emissionsvergleich Lkw-Bahn-Schiff

Auf den Einzelfall kommt es an

Bahn und Schiff gelten generell als klimafreundlicher als der Lkw. Das stimme so pauschal nicht. Es komme auf den Einzelfall an, sagt eine Studie von PE International. Im Güterfernverkehr sei kein Verkehrsträger per se ökologisch besser.

Verkehrsverlagerung zur Schiene gilt vielen als Allheilmittel, um hohes Wachstum im Güterverkehr und steigende Anforderungen im Klimaschutz in Einklang zu bringen. Doch solch ein Ansatz blendet nicht nur die logistischen Anforderungen der Kunden aus. Er ist auch dann zu wenig differenziert, wenn der Klimaschutz zum alleinigen Maßstab gemacht wird. In welchen Fällen tendenziell der Lkw, die Bahn oder das Schiff das ökologisch zu favorisierende Verkehrsmittel ist, hat die Beratungsgesellschaft PE International untersucht.

Ob die Bahn im Vergleich zu einem Sattelzug vorteilhaft ist, hängt von der Art der Güter, der Zuglänge, den eingesetzten Wagen und dem Anteil der Leerwagen ab. Im Container-verkehr sind auch die Strecken von und zu den Umschlagterminals bedeutsam, die nicht per Bahn zurückgelegt werden und die Beförderung verlängern können.

 Wie zu erwarten, bestätigten die Experten die ökologische Vorteilhaftigkeit von Bahn und Schiff beim Transport schwerer Schüttgüter. Bei der Beförderung schwerer Stückgüter im Container weist die Bahn bei Ganzzügen mit mehr als 20 beladenen Wagen geringere Treibhausgasemissionen auf. Machen die Vor- und Nachlaufstrecken jedoch zehn Prozent der Gesamtdistanz aus, ist der Lkw gegenüber einem Ganzzug von 15 oder weniger Wagen im Vorteil. Diese Ergebnisse sind für Teile des kombinierten Verkehrs im Inland relevant. Ein hoher Biokraftstoffanteil und der Einsatz von innovativen Nutzfahrzeugen könne die Emissionsbilanz des Lkw weiter verbessern, so die Gutachter.

Es zeigte sich, dass bisher vorliegende vergleichende Studien zu hohe Kraftstoffverbräuche und eine zu geringe Auslastung beim Lkw unterstellten. Zuglängen und Wagentypen der Bahn wurden bislang zu wenig differenziert betrachtet. Pauschale Aussagen zur ökologischen Vorteilhaftigkeit eines Verkehrsträgers hätten wenig Aussagekraft.

Die Studie wurde im Auftrag der Nutzfahrzeugindustrie erstellt. Daten und die Methodik wurden von der DEKRA Industrial GmbH als unabhängigem Dritten in Anlehnung an ISO 14040-44 überprüft.

 Zur Studie: http://www.pe-international.com/