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Vernetzte Mobilität

Mobilität verändert sich, sie wird von Grund auf neu gestaltet. Noch nie gab es eine schnellere Entwicklung in den Fahrzeug- und Mobilitätskonzepten. Die Straßeninfrastruktur wird zukünftig nicht nur auslanglebigen und mängelfreien Fahrbahnen und Brücken bestehen, sondern sie wird ihre Nutzer in Echtzeit mit Informationen versorgen, Daten für automatisierte Fahrzeuge zur Verfügung stellen und Verkehrsteilnehmer miteinander vernetzen.

Unser Ziel ist es, an der Modernisierung der Infrastruktur für mehr Effizienz, Sicherheit und Umweltschutz aktiv mitzuwirken.

Dafür setzt sich Pro Mobilität mit seinen Mitgliedern, im Dialog mit Wissenschaft, Politik und Wirtschaft ein.
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Technik und Innovation zurück

Digitalisierung im Verkehr nimmt Fahrt auf

Rahmenbedingungen für Intelligente Verkehrssystemen (IVS) entstehen

Elektromobilität, automatisiertes Fahren sowie Fahrzeuge, die untereinander vernetzt sind und mit der Infrastruktur kommunizieren, sind heute bereits technisch machbar. Und sie werden in Zukunft unsere Mobilität bestimmen. Der Verkehr soll komfortabler, sicherer und umweltfreundlicher werden. Software ist dabei der Schlüssel zum Erfolg.

Um digitale Geschäftsideen im Innovationsfeld Mobilität zu entwickeln hat das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) mit dem mFUND ein Förderprogramm gestartet, das bis 2020 rund 100 Millionen Euro bereitstellt. Insbesondere kleinere Unternehmen und Start-ups sollen profitieren. Voraussetzung für eine Förderung aus dem mFUND ist der Bezug zu Daten aus dem Kontext des BMVI.

Damit die Industrie Innovationen im Realbetrieb testen kann, wurde bereits 2015 auf einem Abschnitt der A9 in Bayern das digitale Testfeld Autobahn eingerichtet. In Baden-Württemberg soll autonomes Fahren künftig in der Region Karlsruhe erprobt werden können. Weitere Bundesländer haben ähnliche Pläne.

Nach dem Willen der Koalitionsfraktionen CDU/CSU und SPD ist ein Aktionsplan "Digital vernetztes Auto - intelligente Straßeninfrastruktur" erforderlich. Ein entsprechender Antrag wurde im Januar verabschiedet. Digital vernetzter Verkehr wird darin als Schlüsseltechnologie definiert, die mehr Umweltschutz und Verkehrssicherheit schafft und die Teilhabe an Mobilität auch im hohen Alter oder in Regionen mit dünnem ÖPNV-Netz ermöglicht. Dazu müssten die rechtlichen Rahmenbedingungen angepasst und die Haftungs- sowie Datenschutzfragen geklärt werden. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt hat angekündigt, dass noch im Juli ein Gesetzentwurf vom Bundeskabinett verabschiedet werden soll, der den Rechtsrahmen für das automatisierte Fahren vorgibt.

Die EU-Kommission sieht im Einsatz vernetzterVerkehrstelematik (C-ITS) ein großes Potenziel zur optimierten Verkehrslenkung und damit zu mehr Verkehrssicherheit und Umweltschutz. Mit einer öffentlichen Konsultation soll sichtbar werden wo Verkehrsteilnehmer sowie private und öffentliche Organisation mögliche Chancen und Hemmnisse bei der Einführung von C-ITS sehen und welcher gesetzliche Regulierungsbedarf erwartet wird. Bürger, Unternehmen und Insititutionen haben bis zum 16. September die Möglichkeit, daran teilzunehmen. Die Antworten sollen in die Entwicklung eines C-ITS-Masterplans einfließen. Ziel ist die Entwicklung einer Roadmap für den Einsatz von C-ITS in ganz Europa.