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PM 06-2014: Wachstum vorwiegend auf den Straßen

BMVI-Verkehrsprognose 2030 erfordert gezielten Ausbau und eine Erhaltungsoffensive

Die neue Prognose 2030 zeigt, dass der Verkehr auf Deutschlands Straßen weiter zunehmen wird. „Die Straßen werden zwei Drittel des zusätzlichen Personenverkehrs und drei Viertel des Wachstums im Güterverkehr aufnehmen“, stellte Dr. Peter Fischer, Präsident des Infrastrukturverbandes Pro Mobilität, fest. Angesichts der steigenden Verkehrsaufkommens und des hohen Sanierungsstaus sei es unerlässlich, die Modernisierung des vorhandenen Netzes zu beschleunigen. Erhaltungsinvestitionen müssten mit dem Bedarf weiter zunehmen. Durch das regional unterschiedliche Wachstum des Verkehrs müsse der Aus- und Neubau vor allem auf die Engpassbeseitigung auf den großen Verkehrsachsen zielen.

Die neue Verkehrsprognose im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums soll die Basis der Bewertung von Aus- und Neubauvorhaben im Rahmen der Bundesverkehrswegeplanung sein. Gegenüber 2010 werde die Verkehrsleistung von Pkw und Motorrädern demnach bis 2030 um neun Prozent zunehmen, die im öffentlichen Straßenpersonenverkehr um sechs Prozent und die der Lkw um 39 Prozent. Bezogen auf die Marktanteile prognostizieren die Gutachter des Ministeriums nur geringe Veränderungen.

Für die Infrastrukturplanung ist besonders bedeutsam, dass in den Regionen erhebliche Unterschiede in der Verkehrsentwicklung erwartet werden. Je nach Bevölkerungs- und Wirtschaftsentwicklung soll es trotz des generellen Wachstumstrends auch Regionen mit rückläufigem Quell- und Zielverkehr geben. Dies sei besonders für Vorhaben mit vorrangig regionaler Wirkung wie Ortsumgehungen relevant. Genauere Informationen werde hier aber erst die noch ausstehende Veröffentlichung der Umlegung der Prognose auf die Verkehrsnetze liefern.