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Vernetzte Mobilität

Mobilität verändert sich, sie wird von Grund auf neu gestaltet. Noch nie gab es eine schnellere Entwicklung in den Fahrzeug- und Mobilitätskonzepten. Die Straßeninfrastruktur wird zukünftig nicht nur auslanglebigen und mängelfreien Fahrbahnen und Brücken bestehen, sondern sie wird ihre Nutzer in Echtzeit mit Informationen versorgen, Daten für automatisierte Fahrzeuge zur Verfügung stellen und Verkehrsteilnehmer miteinander vernetzen.

Unser Ziel ist es, an der Modernisierung der Infrastruktur für mehr Effizienz, Sicherheit und Umweltschutz aktiv mitzuwirken.

Dafür setzt sich Pro Mobilität mit seinen Mitgliedern im Dialog mit Wissenschaft, Politik und Wirtschaft ein.
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PM 2-2014 Mehr als 60 Prozent der Unternehmen durch Qualität der Straßen beeinträchtigt

Erhebung des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln

„Die Straßen sind der Infrastrukturbereich mit den größten Qualitätsproblemen für die Wirtschaft“, bewertete Dr. Peter Fischer, Präsident des Infrastrukturverbandes Pro Mobilität die heute veröffentlichten Untersuchungsergebnisse des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln. Von den 2.800 befragten Unternehmen sahen sich 23 Prozent deutlich und 41 Prozent gering von Infrastrukturmängeln der Straßen beeinträchtigt. Überproportional kritisch äußerten sich Unternehmen in Baden-Württemberg und Norddeutschland.

Für 85 Prozent der Industrieunternehmen ist die Güte des Straßenverkehrs von Relevanz. „Die Straße ist ein wesentlicher Standortfaktor für Deutschland“, so Fischer. „Auch wenn die Wirtschaft der Qualität des Netzes noch eine 2- gegeben hat, so muss die Politik jetzt handeln, um zunehmende Risiken durch marode Brücken und wachsende Staus zu entschärfen.“

Das Wirtschaftsforschungsinstitut schätzt den Investitionsbedarf bei Auto-bahnen und Bundesstraßen auf mehr als acht Milliarden Euro pro Jahr. Die Finanzplanung des Bundes sieht bisher weniger als fünf Milliarden Euro vor. In einer die Erhebung ergänzenden Studie sehen die Forscher auch erhebliche Potenziale für effizientere Investitionen. Mit einem Vorrang für den Erhalt und eine hohe Priorität für den Ausbau überregionaler Verkehrsachsen spiegelt sich dies bereits teilweise im Koalitionsvertrag von Union und SPD. Die vom IW Köln angeregte mehrjährig verlässliche Investitionsplanung durch eine Betreibergesellschaft für Autobahnen für eine steht bisher nicht auf der Agenda der Koalition.

„Bei der Finanzierung der Verkehrsinfrastruktur fehlt der Koalition die Entschlossenheit, die Investitionslücken zu verringern“, erklärte Fischer. „Die angekündigten zusätzlichen 1,25 Milliarden Euro pro Jahr für die Verkehrswege des Bundes werden vor allem den Wegfall von Mitteln aus Sonderprogrammen der letzten Jahre kompensieren. Ein spürbarer zusätzlicher Investitionsimpuls ist dies noch nicht. Die Koalition muss mehr tun, damit die Verkehrsinfrastruktur ein Standortvorteil für die deutsche Wirtschaft bleibt“.