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Vernetzte Mobilität

Mobilität verändert sich, sie wird von Grund auf neu gestaltet. Noch nie gab es eine schnellere Entwicklung in den Fahrzeug- und Mobilitätskonzepten. Die Straßeninfrastruktur wird zukünftig nicht nur auslanglebigen und mängelfreien Fahrbahnen und Brücken bestehen, sondern sie wird ihre Nutzer in Echtzeit mit Informationen versorgen, Daten für automatisierte Fahrzeuge zur Verfügung stellen und Verkehrsteilnehmer miteinander vernetzen.

Unser Ziel ist es, an der Modernisierung der Infrastruktur für mehr Effizienz, Sicherheit und Umweltschutz aktiv mitzuwirken.

Dafür setzt sich Pro Mobilität mit seinen Mitgliedern, im Dialog mit Wissenschaft, Politik und Wirtschaft ein.
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Pressemeldungen 2011

PM 8-2011 Deutschland vernachlässigt Straßennetz

Standortvorteil in Gefahr Veröffentlicht am 29. August 2011
Ohne Straßen läuft nichts. Nicht nur die Wirtschaft, jedermann ist täglich auf den wichtigsten aller Verkehrswege angewiesen. Selbst öffentlicher Personennahverkehr oder Gütertransport auf Schiene und Gewässern sind ohne ein intaktes Straßenetz als verbindendes Element undenkbar. „Unsere Nachbarn in Europa haben das erkannt und investieren deutlich mehr in Ausbau und Erhalt der Straßeninfrastruktur“, erklärt Dr. Peter Fischer, Präsident des Verkehrsinfrastrukturverbandes Pro Mobilität.

Während Deutschland 2008 rund 134 Euro pro Einwohner in das Straßennetz investierte, gaben andere westeuropäische Regierungen durchschnittlich 203 Euro je Einwohner aus. Von elf untersuchten Staaten fuhren im letzten Jahrzehnt nur Deutschland und die Schweiz die Investitionen zurück. Die übrigen Länder steigerten die Ausgaben für das Straßennetz im Durchschnitt um ein Drittel. Die Analyse von Pro Mobilität basiert auf aktuellen Daten des International Transport Forums, einer Organisation der OECD. Untersucht wurden Investitionen in die gesamte Straßeninfrastruktur von 2000 bis 2009.

„Es ist fünf vor zwölf, wir geben einen wichtigen Standortvorteil dem Verfall Preis“, warnt Fischer. Seit Jahren fehle Geld für notwendige Sanierungs¬maßnahmen und den Ausbau des Straßennetzes. „Es klafft zwischen Bedarf und tatsächlichen Investitionen eine Lücke von 9 Milliarden Euro – pro Jahr!“

Die größte Volkswirtschaft Europas verspiele damit den Standortvorteil einer gut ausgebauten, funktionierenden Straßeninfrastruktur. Bund, Länder und Gemeinden müssten dem Beispiel anderer westeuropäischen Staaten folgen und mehr in die Straßeninfrastruktur investieren.

Eine Zusammenfassung der Analyse sowie die Investitionsentwicklung im Detail finden Sie in dem beigefügten Dokument oder auf unserer Homepage:

http://www.promobilitaet.de/downloads/Pro_Mobilitaet_Analyse_Investitionen_in_Strassen_in_Westeuropa.pdf

Weitere Informationen: Stefan Gerwens, Geschäftsführer

Pro Mobilität – Initiative für Verkehrsinfrastruktur e.V.
Friedrichstraße 154
10117 Berlin
Telefon: 0 30 - 22 48 84 12
Telefax: 0 30 - 22 48 84 14