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Vernetzte Mobilität

Mobilität verändert sich, sie wird von Grund auf neu gestaltet. Noch nie gab es eine schnellere Entwicklung in den Fahrzeug- und Mobilitätskonzepten. Die Straßeninfrastruktur wird zukünftig nicht nur auslanglebigen und mängelfreien Fahrbahnen und Brücken bestehen, sondern sie wird ihre Nutzer in Echtzeit mit Informationen versorgen, Daten für automatisierte Fahrzeuge zur Verfügung stellen und Verkehrsteilnehmer miteinander vernetzen.

Unser Ziel ist es, an der Modernisierung der Infrastruktur für mehr Effizienz, Sicherheit und Umweltschutz aktiv mitzuwirken.

Dafür setzt sich Pro Mobilität mit seinen Mitgliedern, im Dialog mit Wissenschaft, Politik und Wirtschaft ein.
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Pressemeldungen 2015

Vorausschauende Infrastrukturpolitik statt Staurekorde

Deutsche Autofahrer 2014 vier Stunden länger im Stau als 2013 Veröffentlicht am 24. August 2015

39 Stunden im Jahr verbrachten deutsche Autofahrer 2014 im Stau. Das dritte Jahr in Folge stieg die Staubelastung. Zu diesem Ergebnis kommt der Traffic Scorecard Report des Informationsunternehmens INRIX. „Mehr Straßenverkehr ist ein Spiegelbild von Bevölkerungswachstum und positiver Wirtschaftsentwicklung“, stellte Dr. Peter Fischer, Präsident des Infrastrukturverbandes Pro Mobilität fest. „Zwei Jahrzehnte wurde zu wenig für den Ausbau der Stauschwerpunkte und die Sanierung von Brücken getan. Nun sehen wir die Folgen. Bund, Länder und Kommunen werden von der Realität eingeholt. Statt spontaner Sonderprogramme sind dauerhaft höhere Investitionen notwendig, um den Modernisierungsstau der Straßen abzubauen.“

Die Verkehrsnetze könnten nicht ständig am Limit ausgelastet und Erhaltungsmaßnahmen möglichst lange rausgezögert werden. Fischer forderte eine vorausschauende Infrastrukturpolitik: „Für stark befahrene Straßen müssen Reservekapazitäten bestehen und durch intelligente Verkehrssysteme wie jene zur temporären Standstreifenfreigaben Puffer geschaffen werden“. Ebenso bedeutsam sei eine in der Region langfristig abgestimmte Sanierungsstrategie. Dass Köln nun Stuttgart als Stauhauptstadt Deutschlands abgelöst habe, sei insbesondere auch auf die zahlreichen Brückensperrungen in und um die Domstadt zurückzuführen. Stadt, Land und Bund seien vor drei Jahren von Kumulierung der Probleme überrascht worden, die mit der Sperrung der Autobahnbrücke bei Leverkusen für Lkw den Anfang nahm.

Kein Ruhmesblatt ist für Deutschland, im europäischen Vergleich nun auf Platz drei der staureichsten Länder vorgerückt zu sein. In 2013 war nur Stuttgart unter den Top Ten der zehn staureichsten Ballungsräume gewesen. Nun sind Köln, Karlsruhe und Düsseldorf hinzugekommen. Die Entwicklung zeige den nationalen Handlungsbedarf, so Fischer. Der nächste Bundesverkehrswegeplan für die Zeit bis 2030 müsse klare Prioritäten für vorausschauende Erhaltung und gezielte Staubeseitigung setzen. Die Länder seien gefordert, die zugehörigen Projektplanungen zu beschleunigen und frühzeitig Baureife herzustellen.