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Pressemeldungen 2013

PM 05-2013 Brückensperrung kostet Volkswirtschaft bis zu 80 Mio. Euro

Studie zur Sperrung der A1-Brücke bei Leverkusen für Lkw über 3,5t Veröffentlicht am 23. Juli 2013
92 Tage war die A1-Brücke bei Leverkusen Anfang des Jahres für Lkw über 3,5 Tonnen Gesamtgewicht gesperrt. In dieser Zeit entstand ein volkswirtschaftlicher Schaden von schätzungsweise 60 bis 80 Millionen Euro. Dr. Peter Fischer, Präsident von Pro Mobilität, forderte die Politik auf, solche Zusatzkosten, die vor allem die Nutzer treffen, aber auch in den Bereichen Umwelt und Verkehrssicherheit anfallen, durch vorausschauendes Handeln möglichst zu vermeiden.

Eine Studie von Prof. Dr. habil. Wolfgang Schulz und Miriam Mainka, die von Pro Mobilität in Auftrag gegeben wurde, hatte die gesamtwirtschaftlichen Kosten für unterschiedliche Ausweichrouten exemplarisch kalkuliert. Je nach Routenwahl und Verkehrssituation auf den Ausweichstrecken seien Kosten zwischen 31 und 250 Millionen Euro anzusetzen. Die Kostenschätzung des Verbandes beruht auf einer realitätsnahen Verknüpfung der Szenarien.

Fischer begrüßte, dass die Straßenbauverwaltungen in einem umfangreichen Programm derzeit hunderte Brücken im Fernstraßennetz auf Herz und Nieren untersuchten. Zugleich habe der Bund die Mittel für Brückensanierungen im Etat erheblich aufgestockt. Die laufenden Prüfungen ließen jedoch erwarten, dass sich kurzfristig angesetzte Sperrungen auch in der Zukunft wiederholen könnten. „Gerade bei Brücken kommt es aufgrund ihrer strategischen Bedeutung im Straßennetz darauf an, durch rechtzeitige Planung und Finanzierung den Sanierungsstau so abzubauen, dass die Volkswirtschaft möglichst wenig belastet wird“, so der Präsident des Infrastrukturverbandes.

Der Güterverkehr musste während der dreimonatigen Sperrung Umwege von durchschnittlich 20 Kilometer pro Fahrt zurücklegen. Jeden Tag waren davon rund 15.000 Lkw betroffen. Die volkswirtschaftlichen Kosten entstanden vor allem durch Zeitverluste, höhere Betriebs- und Kraftstoffkosten, aber auch durch Unfälle, Lärm und Umweltwirkungen. Grund für die kurzfristig erfolgte Sperrung von Dezember 2012 bis März 2013 waren Risse im Brückenkörper, die durch die stark gestiegene Verkehrsbelastung entstanden waren. Der für das Jahr 2020 geplante Neubau wird mit ca. 220 Millionen Euro veranschlagt.

Heute Abend werden Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer und NRW-Verkehrsminister Michael Groschek die Brücke besichtigen und vor Ort ein Brückensanierungsprogramm vorstellen.

Wichtige Ergebnisse der Studie sind der beigefügten Zusammenfassung zu entnehmen.