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Pressemeldungen 2008

PM 6-2008 Nur Wettbewerbskurs stärkt Schiene dauerhaft

Anhörung der Oppositionsfraktionen zum Holding-Modell für die Bahn Veröffentlicht am 09. April 2008
Das Holding-Modell ist ein Fortschritt im Vergleich zu den bisher von der Bundesregierung vorgelegten Modellen zur Teil-Privatisierung der Deutschen Bahn AG. „Es muss der Einstieg in die vollständige Trennung von Infrastruktur und Transport sein“, forderte Dr. Peter Fischer, Präsident von Pro Mobilität in einer Anhörung der Oppositionsfraktionen im Deutschen Bundestag. „Das schafft mehr Wettbewerb und der ist der Schlüssel zu mehr Verkehr auf der Schiene“.

Fischer unterstrich, dass alle Verkehrsträger ihre Potenziale ausschöpfen müssen, um den hohen Transportbedarf der Wirtschaft in den nächsten Jahrzehnten bewältigen zu können. „Deshalb darf es nicht vorrangig um die Expansion des Unternehmens DB AG auf internationalen Märkten gehen, sondern um die Zukunft des Verkehrsträgers Schiene in Deutschland“.

Das Holding-Modell ermögliche den Einstieg in die vollständige Trennung der Infrastruktur- und Transportbereiche. Vertragliche Klauseln zur Zementierung der integrierten Struktur dürfe es nicht geben. Ansonsten habe das Modell keine verkehrspolitische Perspektive. Die mit dem Wort „Zerschlagung“ geweckten Ängste vor der Trennung seien unbegründet. Mehr Wettbewerb führe zu mehr Verkehr und sichere langfristig Arbeitsplätze bei den Bahnen.

Im Entwurf des Masterplans „Güterverkehr und Logistik“ setze das Bundesverkehrsministerium zur Stärkung der Schiene auf die Verteuerung des Lkw. Das belaste die Wirtschaft, helfe aber nicht den Bahnen. „Bei der Teil-Privatisierung kann der Verkehrsminister zeigen, wie wichtig ihm ein größerer Marktanteil der Schiene ist. Er kann den Grundstein für mehr Wettbewerb und damit für dauerhaften Erfolg aller Bahnen legen“.

Nähere Informationen: Stefan Gerwens, Geschäftsführer

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