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Pressemeldungen 2008

PM 5-2008 Nähe zur Autobahn bei Standortwahl entscheidend

Grünen-Studie "Jobmaschine Straßenbau?" ist Stimmungsmache Veröffentlicht am 07. April 2008
Pro Mobilität hat das Ergebnis einer Grünen-Studie zur Verkehrsinfrastruktur als Stimmungsmache kritisiert. „Ohne eine gute Autobahnanbindung sind Regionen für die Neuansiedlung überregional tätiger Unternehmen nicht attraktiv“, erklärte Dr. Peter Fischer, Präsident von Pro Mobilität. Gerade für Ostdeutschland sei die Nähe zum Fernstraßennetz als eines der wichtigsten Kriterien bei der Standortwahl belegt. Das Chemiedreieck um Halle/ Bitterfeld, die Automobilstandorte in Sachsen oder die Logistikdrehscheibe am Leipziger Flughafen zeigten dies auch in der Praxis.

Fischer widersprach den Grünen, die aus Untersuchungen für Thüringen und Sachsen den Schluss ziehen, es gäbe keinen empirischen Zusammenhang von Investitionen in Autobahnen und wirtschaftlicher Entwicklung. In der Wissenschaft werde überwiegend eine positive Wirkung ermittelt. Außerdem sei die Studie der Grünen eindimensional, denn sie vernachlässige das Zusammenwirken mit anderen Einflussgrößen wie der vorhandenen Branchenstruktur und der Qualifikation der Arbeitskräfte. „Die gute Erreichbarkeit muss Teil einer Lösung sein, um wirtschaftliche Probleme in ostdeutschen Regionen zu lösen“, sagte Fischer.

Neben einer höheren Standortattraktivität profitierten Regionen vom Autobahnneubau durch eine spürbare Verbesserung der Verkehrssicherheit sowie der Entlastung vieler Orte an Bundes- und Landesstraßen vom Durchgangsverkehr. „Jeder weiß, dass sich dies positiv auf Lärmschutz und Luftqualität auswirkt“, so Fischer. Gerade diese Faktoren sollten den Grünen am Herzen liegen.

Die Leistungsfähigkeit der Autobahnen sei außerdem entscheidend für die Produktivität der gesamten deutschen Wirtschaft. Kürzere Reisezeiten und weniger Staus senkten die Kosten von Unternehmen und machten die Logistik planbar. Darauf sei die Wirtschaft in Zeiten von Globalisierung und Arbeitsteilung mehr denn je angewiesen.

Nähere Informationen: Stefan Gerwens, Geschäftsführer

Pro Mobilität – Initiative für Verkehrsinfrastruktur e.V.
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