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PRESSEMITTEILUNG 4/2005 Berlin, den 26. Januar 2005
Mittelfristprognose zum Güter- und Personenverkehr der Bundesregierung
Pkw-Verkehr größer als angenommen, die Bedeutung der Straße nimmt zu
Mit der heute von der PROGTRANS AG veröffentlichten Mittelfristprognose zum Personen- und Güterverkehr erhält die Politik endlich wieder eine verlässliche Planungsgrundlage. In der im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen erarbeiteten Studie wird die Verkehrsleistung der Pkw rückwirkend für die Jahre 2002 und 2003 um rund 15 Prozent angehoben. Damit werden neuere empirische Erkenntnisse erstmalig statistisch berücksichtigt. Bis 2008 werde der Pkw-Verkehr keineswegs schrumpfen, sondern jährlich weiter um rund 0,4 Prozent wachsen. "Der Pkw-Verkehr ist jahrelang unterschätzt worden. Die Verkehrspolitik kann nicht mehr von einer rückläufigen Nachfrage ausgehen, sie muss sich dem Ausbaubedarf der Infrastruktur stellen", erklärte Dr. Peter Fischer, Präsident von Pro Mobilität in Berlin.
Die mit der Ökosteuer von der Bundesregierung angestrebte Verkehrswende zur Bahn sei in der Realität ausgeblieben. Die Bedeutung der Straßen für die Mobilität der Menschen sei größer denn je. 97 Prozent der Fahrten seien 2004 mit dem Pkw oder im öffentlichen Straßenverkehr zurückgelegt worden. Bei der Verkehrsleistung (das Produkt aus Passagieraufkommen und Beförderungsentfernung) erreiche die Straße 92,6 Prozent, davon allein der Pkw 84,7 Prozent. An dieser Marktstellung werde sich bis 2008 nichts ändern, so die Aussage der Gutachter.
Auch für den Güterverkehr enthält die Prognose interessante Aussagen. So wird erwartet, dass der Lkw-Verkehr bis 2008 mit einem Wachstum von jährlich 2,7 Prozent deutlich stärker zunehmen werde als der Gütertarnsport auf der Schiene und den Wasserwegen. Der Güterverkehr werde insgesamt höhere Zuwachsraten haben als das Bruttoinlandsprodukt.
Nähere Informationen: Stefan Gerwens, Geschäftsführer Pro Mobilität, Friedrichstraße 154, 10117 Berlin, Tel. 030/22 48 84 12
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