PRESSEMITTEILUNG 24/2004 Berlin, den 19. November 2004
Dr. Peter Fischer zu Bahnen und Umwelt/ Perspektiven für ein nachhaltiges Transportsystem
Die größten Umweltpotenziale im Verkehr liegen in der Vermeidung von Staus
Berlin. Zur Veranstaltung der Deutschen Bahn zum Thema: "Perspektiven für ein nachhaltiges Transportsystem" erklärte der Präsident von Pro Mobilität, Dr. Peter Fischer, am Freitag:
Die größten Umweltpotenziale im Verkehr liegen in der Vermeidung von Staus. Höhere Investitionen in die Autobahnen und Fernstraßen wären nicht nur ein wichtiger Beitrag zu mehr Mobilität. Weniger Staus wären ein wirksamer Ansatz für Klimaschutz und geringeren Energieverbrauch. Der immer sparsamere Fahrstil der Autofahrer und die technologischen Fortschritte bei den Fahrzeugen könnten dann endlich ihre volle Wirkung für weniger CO2-Emissionen entfalten.
Staus auf deutschen Autobahnen sind heute an der Tagesordnung. Jeder Deutsche verschwendet durchschnittlich 65 Stunden pro Jahr im Stau. Das ist pure Energievergeudung. Nach Schätzungen der BMW AG wird jeder siebte Liter Kraftstoff durch Stop and Go im Stau verbraucht.
Verkehrsverlagerung sei keine Alternative zum Infrastrukturausbau für die Straße. Eine spürbare Entlastung der Straße durch die Schiene sei trotz einer erheblichen politischen Bevorzugung der Schiene durch die Bundesregierung nicht in Sicht. Ganz im Gegenteil: Wie das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung kürzlich ermittelt hatte, liegen die Fahrleistungen der Pkw trotz Öko-Steuer um 14 Prozent höher als bisher angenommen.
Angesichts des Marktanteils der Straße von rund 88 Prozent im Personenverkehr und 70 Prozent im Güterverkehr müsse die Bundesregierung in ihrer Infrastrukturpolitik auch unter Umweltaspekten dort ansetzen, wo die größte Wirkung zu erwarten sei.
Nähere Informationen: Stefan Gerwens, Geschäftsführer Pro Mobilität, Friedrichstraße 154, 10117 Berlin, Tel. 030/22 48 84 12
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