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PRESSEMITTEILUNG 18/2004
Dortmund, den 16. September 2004
Logistikstandort Nordrhein-Westfalen braucht Fernstraßenausbau
Verkehrsanbindung entscheidend im internationalen Wettbewerb
Der Logistikstandort Nordrhein-Westfalen braucht den beschleunigten Ausbau der Fernstraßen, forderten Dr. Peter Fischer, Präsident von Pro Mobilität Initiative für Verkehrsinfrastruktur, und Hermann Grewer, Vorsitzender der Fachvereinigung Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung im Verband für das Verkehrsgewerbe Westfalen-Lippe e.V. vor
Unternehmern des Güterkraftverkehrs am Donnerstag in Dortmund. Mit 250.000 Beschäftigten sei die Logistik insgesamt einer der bedeutendsten Arbeitgeber im Land geworden. Mehr als in jeder anderen Branche prägten die Qualität der Verkehrsanbindungen und die Leistungsfähigkeit des Lkw den Erfolg und die Beschäftigungsaussichten in diesem Zukunftsmarkt.
Fischer verwies auf eine Untersuchung des Beratungsunternehmens CapGemini, die Deutschland eine wachsende Attraktivität für internationale Logistikzentren bescheinige. Das deutsche Straßennetz erreiche in dieser Standortanalyse allerdings nur noch einen Platz im Mittelfeld. Die Investitionen in den Erhalt und Ausbau des Straßennetzes müssen erhöht
werden, wenn die Bundesregierung die im Bundesverkehrswegeplan als vordringlich eingestuften Vorhaben tatsächlich bis 2015 umsetzen will. Die Transport- und Logistikbranche ist darauf angewiesen um die Anforderungen der Wirtschaft zu erfüllen, unterstrich Grewer, der auch Präsident des Bundesverbandes Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung (BGL) e.V. ist.
Für die Branche seien u.a. der sechsstreifige Ausbau des Ruhrgebietsdreiecks A1/A2/A3, der Lückenschluss im Zuge der A52 (Gelsenkirchen Essen), der Ausbau des Kölner Rings, der sechsstreifige Ausbau der A1 auch in Nordwestfalen, die Lückenschlüsse von A33 und A46 sowie der Ausbau wichtiger Bundesstrassenverbindungen dringlich. Das betonten
Grewer und Fischer im Gespräch mit dem Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen, Achim Großmann, und dem Staatssekretär im Ministerium für Verkehr, Energie und Landesplanung des Landes Nordrhein-Westfalen, Jörg Hennerkes.
Gegenüber den Bundestagsabgeordneten Hans-Günther Bruckmann (SPD) und Steffen Kampeter (CDU) betonten die Verbandsvorsitzenden die Notwendigkeit, das Gebührenaufkommen aus der streckenbezogenen Lkw-Maut ausschließlich für zusätzliche Investitionen in die Fernstraßen zu nutzen. So ließe sich die Investitionslücke schließen, die sich
schon jetzt bei der Umsetzung des Bundesverkehrswegeplans abzeichne.
Nähere Informationen:
Stefan Gerwens, Geschäftsführer, Pro Mobilität,
Friedrichstraße 154, 10117 Berlin, Tel. 030/22 48 84 12
Dr. Christoph Kösters, Geschäftsführer, Verband für das Verkehrsgewerbe Westfalen-Lippe e.V., Fachvereinigung Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung, Tel.: 0251/ 60 61 - 410
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