PRESSEMITTEILUNG 25/2003
Berlin, den 03. Dezember 2003
Pro Mobilität: Investitionen gegen den Stau als wirksamer Beitrag zum Klimaschutz
"Investitionen für weniger Staus im Straßenverkehr sind ein sehr wirksamer Beitrag zum Klimaschutz" erklärte Dr. Peter Fischer, Präsident von Pro Mobilität in Berlin. Die Europäische Umweltagentur hatte zuvor einen Bericht zur Umsetzung des Kyoto-Abkommens zum Klimaschutz in der EU vorgelegt. "Mobilität hat im erweiterten Europa eine große
Bedeutung für Wachstum und Beschäftigung", unterstrich Fischer. "Deshalb braucht Europa ein leistungsfähiges Verkehrssystem und muss alle Potenziale zu dessen Optimierung nutzen. Die wirksamen Maßnahmen der Fahrzeugindustrie zur Verringerung des Energieverbrauchs muss der Bund mit einer effizienten Infrastrukturpolitik gegen Staus begleiten".
Täglich verpuffen mehr als 30 Millionen Liter Kraftstoff auf deutschen Straßen im Stau. Rund 12 Milliarden Liter, also mehr als 20 Prozent des Gesamtverbrauchs, sind auf den erhöhten Verbrauch im Stop an Go-Verkehr zurück zu führen. "Die drastischen Einschnitte bei den Straßenbauinvestitionen des Bundes im kommenden Jahr verschärfen die Situation",
so Fischer. "Sie müssen deshalb korrigiert werden".
Auch langfristig werde das Energieeinsparpotenzial im Verkehr durch eine Verbesserung der Infrastruktur nicht hinreichend genutzt. Der Bundesverkehrswegeplan setze bis 2015 vor allem auf die Verlagerung von der Straße zur Schiene durch den Ausbau der Schienenwege. "Selbst der Bundesrechnungshof weist die Bundesregierung in seinem aktuellen Jahresbericht auf die seit Jahren
enttäuschende Verkehrsentwicklung im Schienenverkehr' hin und fordert sie auf die bisherige Investitionsstrategie im Schienenwegebau zu überprüfen'. Es ist Zeit Konsequenzen zu ziehen", forderte Fischer. Gesamtwirtschaftlich hoch-rentable Maßnahmen zum Ausbau von überlasteten Autobahnen blieben deshalb auf der Strecke.
Ansprechpartner: Stefan Gerwens
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