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PRESSEMITTEILUNG 05/2003
Berlin, den 13. März 2003
PRO MOBILITÄT-Präsident Fischer: Bundesverkehrswegeplan braucht Priorität für Straße
"Der neue Bundesverkehrswegeplan braucht eine klare Priorität für die Straße. Kapazitätsprobleme treten vor allem auf den Straßen auf, hier ist die Investitionslücke zwischen heutigem Mitteleinsatz und dringend benötigten Investitionen am höchsten. Dem muss der neue Bundesverkehrswegeplan Rechnung tragen," erklärte Dr. Peter
Fischer, Präsident von Pro Mobilität, in Berlin. "Die Festlegung gleich hoher Investitionen für Schiene und Straße wird der Belastung der Verkehrsteilnehmer durch Staus nicht gerecht."
Die Verkehrsprognosen gehen im Zeitraum 1997 bis 2015 von einem Zuwachs der Nachfrage im Personenverkehr um 20 Prozent und im Güterverkehr um 60 Prozent aus. Seit 1997 hat vor allem der Straßengüterverkehr zugenommen. Dem Ziel der Bundesregierung, den Schienengüterverkehr bis 2015 zu verdoppeln, folgt der Verkehrsmarkt nicht. Der Schienengüterverkehr
stagniert, während die Güterverkehrsleistung auf der Straße um rund 20 Prozent zugenommen hat. "Angesichts der mehr am Börsengang als an einer Steigerung der Verkehrsleistung interessierten Bahn erscheint die von der Bundesregierung erwünschte Verlagerung von der Straße auf die Schiene immer mehr als Illusion", so Fischer.
Seit langem sei bekannt, dass rund 2,5 Mrd. Euro jährlich fehlen, um den Investitionsbedarf für Fernstraßen zu decken. Daran ändere die Politik auch durch die Einführung der streckenbezogenen Maut bisher viel zu wenig, denn die Finanzplanung sehe bei Einnahmen von 3,4 Mrd. Euro pro Jahr bis 2006 nur einen Anstieg der Investitionen um 500 Mio. Euro
vor, betonte der Verband in Berlin.
PRO MOBILITÄT - Initiative für Verkehrsinfrastruktur wurde im Juli 2002 gegründet. Der Verein setzt sich für die Verbesserung der Infrastruktur in Deutschland ein.
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