Pro Mobilität - Initiative für Verkehrsinfrastruktur e.V. Das Bündnis für nachhaltige und sichere Mobilität.

Bund fördert innovative Verkehrsprojekte in Modellstädten mit 130 Millionen Euro

Zusätzlich zum „Sofortprogramm Saubere Luft 2017-2020“ stellt die Bundesregierung 130 Millionen Euro für innovative Verkehrsprojekte in fünf Modellstädten bereit, um den öffentlichen Nahverkehr zu stärken und eine Verringerung der Stickstoffdioxidbelastung in deutschen Städten zu erreichen. Mittelfristig sollen so Fahrverbote vermieden werden.

Pro Mobilität begrüßt diese Vorhaben ausdrücklich, weist jedoch darauf hin, dass in den zahlreichen urbanen Regionen in Deutschland, jeweils ganz spezifische Voraussetzungen und Problemlagen vorherrschen, auf die individuell eingegangen werden muss. Aus diesem Grund ist eine enge wissenschaftliche Begleitung und Evaluation der Projekte notwendig, um wirksame Maßnahmen zu identifizieren und diese auf eine Übertragbarkeit auf andere Regionen zu überprüfen.

Die konkreten Maßnahmen in den Modellstädten Bonn, Essen, Herrenberg, Mannheim und Reutlingen sind dabei vielfältig. So führt Bonn beispielsweise ein ÖPNV-Jahresticket für 365 Euro ein, während in Herrenberg über eine dynamische Steuerung der Verkehrsfluss verbessert und damit auch die Vernetzung der Bereiche Verkehrsinfrastruktur und Digitalisierung vorangetrieben werden. In der digitaler Verkehrslenkung und Verkehrsverflüssigung sieht auch Pro Mobilität weitreichende Möglichkeiten für die Zukunft.

Zahlreiche Autobahnbaustellen zur Urlaubszeit - ein notwendige Maßnahme

Element 42@4xMit Beginn der Sommerferien in zahlreichen deutschen Bundesländern ist auf den Autobahnen aufgrund einer Vielzahl an Baustellen mit einem erhöhten Stauaufkommen zu rechnen. Was für viele Reisende zum Problem wird und eine stressige An- und Abreise verspricht, muss jedoch vor dem Hintergrund der erforderlichen Sanierung der Straßeninfrastruktur auf den Bundesfernstraßen auch als notwendiger Übergang zu besseren Straßen angesehen werden.

Laut Bundesverkehrsministerium liegt die Anzahl der Autobahnbaustellen zur Sommerzeit 2018 bei 586 und damit noch einmal etwas höher als im vergangenen Jahr (571). Autofahrer werden also auch in diesem Jahr mit beträchtlichen Behinderungen bei ihren Reisen in oder aus dem Urlaub rechnen müssen. Diese Situation verlangt den Verkehrsteilnehmern viel Geduld und Verständnis ab, welches durch die jährlich wiederkehrende Stausituation zur Ferienzeit oft nicht mehr gegeben ist.

Nach vielen Jahren verspricht es besser zu werden auf unseren Straßen: Mit 8,6 Milliarden Euro investiert der Bund in diesem Jahr eine Rekordinvestitionssumme in den Erhalt und Ausbau des Autobahnnetzes. Und das ist auch zwingend nötig um den Investitionsstau der vergangenen Jahre abzubauen und eine zukunftsfähige Straßeninfrastruktur langfristig zu gewährleisten. Nur durch den Abfluss der Investitionsmittel und der raschen Durchführung von Bauarbeiten am bundesdeutschen Fernstraßennetz lässt sich die zukünftige Staubelastung langfristig abmildern.

Pro Mobilität bittet die staugeplagten deutschen Autofahrer daher um Verständnis und wünscht allen Urlaubsreisenden eine gute und sichere Fahrt.

Rückblick auf die Veranstaltung "Die Zukunft der Straße"

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Der Einladung von Pro Mobilität e.V. und deren Präsidenten Eduard Oswald zur öffentlichen Veranstaltung „Die Zukunft der Straße“ in der Landesvertretung Baden-Württemberg folgten am 06. Juni 2018 mehr als 200 Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung, Wissenschaft und Verbänden. Neben dem Präsidenten des Verkehrsinfrastrukturverbandes und dessen Geschäftsführer Christian Funke, konnten mit dem Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer MdB, dem Minister für Verkehr Baden-Württembergs Winfried Hermann MdL und Prof. Dr. Markus Oeser, Direktor des Instituts für Straßenwesen der RWTH Universität Aachen, hochkarätige Gastredner für die Veranstaltung gewonnen werden. 

Lesen Sie hier einen ausführlichen Rückblick auf die Veranstaltung

Pro Mobilität 2018

Oswald 2018

Investitionslinie für Bundesfernstraßen steigt an

Mit einer Steigerung der Investitionen von gut 10 Milliarden auf mehr als 12 Milliarden im Jahr 2022 werden in der Finanzplanung des Bundes die Versprechen aus dem Koalitionsvertrag im Bereich der Bundesfernstraßen eingelöst. „Dieses ist angesichts der großen Aufgaben für die Bundesfernstraßen auch dringend nötig und der stetige Zuwachs wird Vertrauen in Wirtschaft und Planungsbehörden schaffen, um in Maschinen und Menschen zu investieren“, sagte der Präsident von ProMobilität Eduard Oswald. Jetzt gelte es in einer gemeinsamen Anstrengung von Politik und Wirtschaft die Planungsverfahren so zu gestalten, dass das Geld auch in baureife Projekte schnellstmöglich umgesetzt wird.