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Mobilität verändert sich, sie wird von Grund auf neu gestaltet. Noch nie gab es eine schnellere Entwicklung in den Fahrzeug- und Mobilitätskonzepten. Die Straßeninfrastruktur wird zukünftig nicht nur auslanglebigen und mängelfreien Fahrbahnen und Brücken bestehen, sondern sie wird ihre Nutzer in Echtzeit mit Informationen versorgen, Daten für automatisierte Fahrzeuge zur Verfügung stellen und Verkehrsteilnehmer miteinander vernetzen.

Unser Ziel ist es, an der Modernisierung der Infrastruktur für mehr Effizienz, Sicherheit und Umweltschutz aktiv mitzuwirken.

Dafür setzt sich Pro Mobilität mit seinen Mitgliedern im Dialog mit Wissenschaft, Politik und Wirtschaft ein.
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Mit dem Aufschwung kommt der Stau zurück

Stauentwicklung in Deutschland und Europa

Mehr als zwei Tage (60 Stunden) haben Fahrer in Stuttgart durchschnittlich im Stau verbracht. Die baden-württembergische Landeshauptstadt ist damit erneut die deutsche Stauhauptstadt. Darauf folgen Köln und Karlsruhe, wo 56 bzw. 52 Stunden im dichten Verkehr verbracht wurden. Wie der Verkehrsdatenanbieter Inrix berichtet, liegt Stuttgart im europäischen Vergleich hinter Brüssel, London, Antwerpen und Rotterdam auf Platz fünf. Köln und Karlsruhe folgen auf den Plätzen sechs und zehn. Verglichen mit 2012 ist Köln damit um drei Plätze gestiegen, Karlsruhe sogar um fünf.

Seit 2011 reduzierte sich demnach die durchschnittliche Staudauer in Deutschland um sieben Stunden. Von einer Entwarnung kann dennoch keine Rede sein, denn die Tendenz zeigt wieder nach oben. Während der Verkehr im ersten Quartal 2013 noch sehr stark zurückging, legte er im weiteren Jahresverlauf wieder deutlich zu.  "Wie der Verkehr so auch die Wirtschaft", kommentiert Inrix-CEO Bryan Mistele die Entwicklung.

Für die INRIX Scorecard wurden die 22 am dichtesten besiedelten Gebiete in Deutschland untersucht. In der Hälfte davon ist die im Stau verlorene Zeit angestiegen, in der anderen Hälfte gefallen. So führt Stuttgart das deutsche Stauranking immer noch klar an, hat aber 2013 einen Rückgang um fast fünf Stunden erlebt. In Freiburg im Breisgau gab es mit zehn Stunden weniger dagegen den größten Rückgang.

Inrix analysiert die Stauentwicklung in Deutschland, Europa und weltweitDie Analyse von 13 europäischen Ländern zeigt, dass die Verkehrssituation tendenziell an die wirtschaftliche Entwicklung gekoppelt ist. In Ländern, die 2013 mit hoher Arbeitslosigkeit zu kämpfen hatten und unter einer schwachen Wirtschaft litten, wurden auch weniger Verkehrsstaus registriert. Beispiele sind Portugal und Spanien.

2012 verzeichneten noch alle europäischen Länder weniger Stau. Mit dem Aufschwung ist 2013 die Verkehrssituation in fünf europäischen Ländern wieder schlimmer geworden: UK, Irland, Schweiz, Luxemburg und Italien. In der Schweiz und in Großbritannien ist die Wirtschaft 2013 jeweils um 1,9 Prozent gewachsen. Für Irland und Luxemburg liegen zwar noch keine Zahlen für das komplette letzte Jahr vor, doch es wird erwartet, dass dort die Wirtschaft um 1,3 Prozent bzw. 1,9 Prozent gewachsen ist. Es gibt den Trend, dass Länder mit wachsendem Verkehrsaufkommen auch wirtschaftlich stärker werden - und umgekehrt.

Details über die Staus in bestimmten Ländern und ein weltweiter Vergleich stehen mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse des Berichts unter scorecard.inrix.com zur Verfügung. Die  Scorecard misst Verkehrsstörungen, indem sie über traditionelle Erhebungsmethoden wie Straßensensoren und statistische Erhebungen hinausgeht und Echtzeitdaten aus Fahrzeugen analysiert, die tatsächlich in den großen Ballungsräumen unterwegs sind.