Branchennews

Suche

Für moderne Verkehrswege

Als Bündnis für nachhaltige Mobilität setzt sich Pro Mobilität im Dialog mit Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Verkehrsexperten für eine moderne Verkehrsinfrastruktur ein.
Entscheidend dafür ist die Qualität der Straßeninfrastruktur, denn Straßen sind das Rückgrat unserer mobilen Gesellschaft. Straßen vernetzen die Verkehrssysteme Bahn, Schiff und Flugzeug - sie ermöglichen damit individuelle Mobilität und halten die Wirtschaft in Schwung.
Machen wir unsere Straßen fit für die Zukunft - sicherer, leistungsfähiger und umweltfreundlicher! Werden Sie Mitglied in unserem starken Netzwerk. Unser Bericht zur Verkehrspolitik 2014 bis 2016 steht für Sie zum Download bereit. 
Weiterlesen

European Union Road Federation

Mit der Mitgliedschaft in der European Union Road Federation (ERF) unterstützt Pro Mobilität das Bestreben Europas, die Sicherheit und Leistungsfähigkeit seiner Straßen zu verbessern. Weiterlesen

Branchennews zurück

Ein Jahr Liberalisierung des Fernbusmarktes

Busbranche zieht positive Bilanz

Knapp ein Jahr nach der Marktöffnung des Personenfernverkehrs für Fernbusse zieht die Branche ein positives Fazit. Das Angebot an Städte-Fernbuslinien hat sich seitdem verdoppelt und Fahrgäste können aktuell aus 5.100 innerdeutschen Fahrten pro Woche wählen. Das ist eine Zunahme um 230 Prozent im Vergleich zum Januar mit noch 1.540 wöchentlichen Fahrten.  Die Fahrgastzahlen legten im ersten Halbjahr 2013 Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 12,5 % auf 1,3 Millionen zu. Das geht aus der Marktstudie „IGESKompass Mobilität – Fokus Fernbus" hervor, die das IGES Institut und der bdo Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer in Berlin vorgestellt haben.

Demnach ist allerdings die Zahl der angebotenen Fernbuslinien von Oktober bis Dezember von 144 auf 138 leicht gesunken. Trotzdem stieg die Zahl der angebotenen Fahrten in diesen drei Monaten von knapp 4.600 auf über 5.100 pro Woche. Die Anbieter verdichten also die Taktzahl im bestehenden Netz. Die jüngste Entwicklung könnte ein erstes Anzeichen dafür  sein, dass das Streckennetz im kommenden Jahr wohl nicht mehr so rasant wachsen wird wie 2013.

„Die Liberalisierung des Fernbusmarktes war richtig und zeigt, wie auch ohne öffentliche Mittel bestehende Mobilitätsbedürfnisse der Bundesbürger bedient werden können“, sagte Christoph Gipp, Autor der unabhängigen Studie und Bereichsleiter Mobilität am Forschungs- und Beratungsinstitut IGES.  Von Fernbusangeboten profitierten vor allem mittelgroße Städte, aber auch strukturschwache Regionen, in den vorher Reisemöglichkeiten fehlten. Die Studie kommt zum Ergebnis, dass sich die Nachfrageprofile von Bahn und Fernbus nur teilweise überschneiden. „Wir sehen deutlich, wie Anbieter gezielt Strecken anbieten, wo es vorher nichts gab und eine Mindestmenge an Fahrgästen zu erwarten ist“, erläuterte Gipp.

Derzeit agieren knapp 40 Betreiber von klassischen Städte-Fernbuslinien auf dem deutschen Markt. Die größten gemessen an angebotenen Fahrplankilometern sind: MeinFernbus mit einem Marktanteil von 39,7 Prozent, Busse der DB AG (21,7 Prozent), Flixbus (14,8 Prozent), ADAC Postbus (7,5 Prozent) und city2city (4,8 Prozent).

Christiane Leonard, bdo-Hauptgeschäftsführerin, sagte: „Die rapide Zunahme der Fahrten mit Fernlinienbussen zeigt, welche Dynamik in dem noch jungen Markt steckt.“ Das Potenzial des Fernlinienmarkts zeige sich auch darin, dass 2013 große Player wie ADAC Postbus eingestiegen seien. „Insofern ziehen wir eine positive Bilanz und schauen voller Spannung ins nächste Jahr." Als nächstes müssten die Fernbusse angemessene Terminals bekommen, die den Anforderungen des Marktes genügen. Wichtig seien eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr, Wetterschutz, Toiletten, Ticket- und Lebensmittelverkauf sowie eine Versorgungsinfrastruktur für Busse.