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Lang-Lkw fahren täglich über 500 Kilometer

Zwischenbilanz nach den ersten 5.000 Fahrten

Der Feldversuch mit Lang-Lkw war vor seinem Start umstritten. Um verlässliche Daten zu Sicherheit- und Umweltfragen zu erhalten, begleitet die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) den Feldversuch wissenschaftlich. Nun liegen nun erste statistische Erkenntnisse vor. Ausgewertet wurden rund 5.000 Fahrten im ersten Halbjahr 2013.

Lang-Lkw

Der am häufigsten eingesetzte Lang-Lkw-Typ im Rahmen des Feldversuchs besteht aus einem Motorwagen mit Untersetzachse (Dolly) und Sattelauflieger, die Gesamtanzahl der Achsen kann variieren (Grafik: BASt)

Zwei Lang-Lkw transportieren genauso viel wie drei herkömmliche Lkw-Kombinationen. Statt 34 Europaletten bei normal großer Ladefläche können Lang-Lkw – bei demselben zulässigen Höchstgewicht – bis zu 54 Paletten transportieren. Damit sinkt zum einen der Kraftstoffverbrauch pro Transporteinheit und zum anderen lässt sich so bis zu jede dritte Lkw-Fahrt einsparen.

Im Rhamen des Feldversuchs gilt für die Lang-Lkw ein streng geregeltes Überhol- und Ausweichverbot, z.B. bei Streckenumleitungen und Stau. Für maximale Sicherheit haben die Lang-Lkw modernste Elektronik an Bord. Vorgeschrieben sind u. a. ein automatisches Abstandsregelsystem, ein elektronisch gesteuertes Bremssystem (EBS), ein Spurhaltewarnsystem, ein Kamera-System am Heck sowie eine automatische Achslastüberwachung.

Die am Feldversuch teilnehmenden Unternehmen haben knapp eine Million Fahrzeugkilometer mit insgesamt 29 verschiedenen Lang-Lkw zurückgelegt. Je Fahrt wurden durchschnittlich 500 Kilometer zurückgelegt. Das Spektrum der transportierten Güter reicht von Teilen für die Automobilbranche über Haushaltsgeräte (weiße Ware), Luftfracht, Kleidung und Lebensmittel bis hin zu Verpackungsmaterial. Fast drei Viertel der Fahrten finden dabei zwischen Warenlagern und/oder Produktionsstätten statt.

Die durchschnittliche Auslastung der Stellfläche durch die Ladung aller Fahrten beträgt über 90 Prozent. Dementsprechend ist auch der Anteil der eigentlichen Leerfahrten, das heißt ohne Transport von Leercontainern, mit lediglich 10 Prozent gering.

Beim Krafstoffverbrauch berichten die teilnehmenden Unternehmen über Einsparungen von 15 Prozent bis 30 Prozent je transportierter Tonne. Nachzulesen ist das in einer Broschüre des VDA. (download: klick)

Die vorliegenden ersten Erkenntnisse lassen derzeit noch keine wissenschaftlich gestützten Schlussfolgerungen zu, berichtet die BASt. Weitere Erhebungen, Versuche und Analysen seien abzuwarten.

Weitere Informationen zum Feldversuch Lang-Lkw: http://www.bast.de/