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Vernetzte Mobilität

Mobilität verändert sich, sie wird von Grund auf neu gestaltet. Noch nie gab es eine schnellere Entwicklung in den Fahrzeug- und Mobilitätskonzepten. Die Straßeninfrastruktur wird zukünftig nicht nur auslanglebigen und mängelfreien Fahrbahnen und Brücken bestehen, sondern sie wird ihre Nutzer in Echtzeit mit Informationen versorgen, Daten für automatisierte Fahrzeuge zur Verfügung stellen und Verkehrsteilnehmer miteinander vernetzen.

Unser Ziel ist es, an der Modernisierung der Infrastruktur für mehr Effizienz, Sicherheit und Umweltschutz aktiv mitzuwirken.

Dafür setzt sich Pro Mobilität mit seinen Mitgliedern im Dialog mit Wissenschaft, Politik und Wirtschaft ein.
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Berufspendler in Deutschland

Erwerbstätige aus Ballungsräumen haben längere Wege

Zwischen 2005 und 2012 hat sich in Deutschland die Zahl der Pendler, analog zum Beschäftigungsboom, um ca. 11 Prozent erhöht, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden berichtet. Einen Trend weg vom motorisierten Individualverkehr hin zu umweltfreundlicheren Alternativen habe es in diesem Zeitraum nicht gegeben. „Öffentliche Verkehrsmittel werden außerhalb der Ballungsräume kaum gennutzt“, so die Statistiker. Vergleichsweise kurz seien die Wege der Pendler im ländlichen Raum. Davon profitiere auch die Anfahrtszeit zum Arbeitsplatz.

Publikation-STATmagazin-Arbeitsmarkt-Statistisches-Bundesamt-Destatis- 2014-05-06 16-58-52

14 % der Erwerbstätigen nutzten demnach 2012 ein öffentliches Verkehrsmittel, 66 % fuhren im Auto, 9 % nahmen das Rad und ebenso 9 % gingen zu Fuß. Weitere 2 % bevorzugten Krafträder oder andere Verkehrsmittel. In den Zentren nutze nur rund jeder zweite ein Auto auf dem Weg zur Arbeit. In den sonstigen Gebieten fuhren mindestens 70 % der Erwerbstätigen mit dem Pkw zur Arbeit, unabhängig von der Wegstrecke. In den Stadtstaaten Berlin und Hamburg mit ihrem gut ausgebauten Netz an öffentlichen Verkehrsmitteln nutzten hingegen 44 % beziehungsweise 41 % der Pendler öffentliche Verkehrsmittel. Umgekehrt seien vier von fünf saarländischen Erwerbstätigen mit dem Auto zur Arbeit fahren.

Publikation-STATmagazin-Arbeitsmarkt-Statistisches-Bundesamt-Destatis- 2014-05-06 16-56-43

Fast die Hälfte der Erwerbstätigen hatten 2012 ihre Arbeitsstelle in einem Umkreis von 10 Kilometern zum Wohnort. 27 % mussten täglich 10 bis 25 Kilometer je Richtung pendeln und 17 % hatten mehr als 25 Kilometer auf dem Weg zur Arbeit zurücklegen. 4 % davon waren Fernpendler mit einer einfachen Wegstrecke von mindestens 50 Kilometern. Die meisten Erwerbstätigen mit kurzen Pendelstrecken zeige die Statistik in den Kernstädten verstädterter Räume (zum Beispiel Freiburg, Kiel oder Trier), aber auch im ländlichen Raum wie zum Beispiel in Oberbayern oder Mecklenburg. Im Durchschnitt hätten rund 40 % der Erwerbstätigen in ländlichen Räumen sogar nur höchstens 5 Kilometer zur Arbeit zurückzulegen.

Publikation-STATmagazin-Arbeitsmarkt-Statistisches-Bundesamt-Destatis- 2014-05-06 16-54-04

In Ballungsräumen (Rhein-Ruhr, Rhein-Main, Stuttgart, München, Hamburg, Dresden oder Berlin) arbeiten nur gut 30 % im Umkreis von bis zu 5 Kilometern um ihre Wohnung. Dort sind die Wegstrecken tendenzeill länger, mit entsprechnd großem Zeitaufwand. Zwischen 28 % und 35 % der Erwerbstätigen brauchen, je nach Kreistyp, 30 Minuten und mehr für eine Strecke. In den verstädterten Räumen wie auch auf dem Land liegen die entsprechenden Anteile nur zwischen 20 % und 23 %. Sehr kurze Pendelzeiten unter 10 Minuten sind eher in ländlichen Räumen ohne ein größeres Oberzentrum verbreitet. Dort benötigen knapp 30 % der Erwerbstätigen maximal 10 Minuten zum Arbeitsplatz. Ähnlich sieht dies in den Kreisen der verstädterten Regionen aus. In Ballungsräumen schaffen es außerhalb der Kernstädte nur gut 22 % der Erwerbstätigen in weniger als 10 Minuten zum Arbeitsplatz, in den Kernstädten beträgt der Anteil sogar nur 15 %.

Quelle: DESTATIS